Ausbildung zum Schülermultiplikator für Suchtprävention

Am 01. und 02. Juli 2021 fand unsere diesjährige Ausbildung unserer Schülermultiplikatoren für Suchtprävention an unserer Schule statt. Was seither drei Tage außer Hause gelernt wurde, musste nun coronabedingt verkürzt auf zwei Tage in der Schule vermittelt werden.

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen hatten sich dafür gemeldet und durften erlebnisreiche und informative Stunden erleben.

Das Seminar wurde von Frau Sabine Breitenbach von der Beratungsstelle für Sucht und Prävention und von Richie vom Jugendhaus JaB geleitetet.

Suchtprävention beinhaltet mehr als Information und Aufklärung. Erst wenn wir neben den legalen und illegalen Suchtmitteln den Menschen und seine Situation sehen, können wir die Frage, warum Suchtmittel missbraucht werden, beantworten.

„Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht". Dieser Satz ist in der Suchtprävention häufig zu hören und in der Tat hat süchtiges Verhalten etwas mit erfüllten und unerfüllten Sehnsüchten und „der Suche nach ...” zu tun: Mit der Suche nach Sinn, nach sinnvollen Möglichkeiten, das Leben zu füllen, mit der Suche nach Strategien, mit Langeweile, Frust und Problemen umzugehen. Sucht hat mit Wünschen und Träumen zu tun, aber auch mit ganz realen Anforderungen des Alltags: Zuhause, in der Schule und in der Freizeit.

Ganz entscheidend ist, dass Jugendliche Selbstvertrauen, Zuneigung, Bestätigung und ein breites Spektrum an Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten haben, damit sie zur Problemlösung nicht auf legale und illegale Drogen sowie süchtige Verhaltensweisen ausweichen müssen.

Hinter dem Schülermultiplikatorenmodell steckt die Idee, engagierten Schülern/-innen, die einen guten Bezug zu ihren Klassenkamerad/-innen haben, mit dem Präventionsgedanken vertraut zu machen und diesen in die Klasse einzubringen.

Oftmals haben diese Schüler/-innen einen besseren Zugang zur Klasse als eine Lehrer/-in.

So wurde u.a. ein Konsumprofil erstellt, mit dem Suchtsack gearbeitet und die Rauschbrillen kamen zum Einsatz, mit denen man versuchen musste, einen Parcours zu durchlaufen.

Am Ende des Seminars lernten die Schüler/-innen die „Tastatur des Lebens“ kennen – so wie auf einem Klavier die verschiedenen Tasten, bietet uns auch das Leben vielfältige Möglichkeiten, was wir bei Langeweile tun und unsere Freizeit sinnvoll gestalten können.

Natürlich stand auch das Miteinander im Fokus: Es gab viel Platz, um sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei Pizza und anschließendem Besuch der Eisdiele wurden Ideen für das kommende Schuljahr gesponnen, was man von dem Erlernten weitergeben möchte.

Dankenswerterweise wurde die Durchführung des Seminars von der Kreissparkasse Esslingen unterstützt.

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