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Rotarier und Realschule stellen Schülern ein breites Spektrum an Berufen vor

In den beiden Nürtinger Realschulen wuselte es am Samstagmorgen nur so. Zu Schülern und Lehrern, die wochentags das Bild prägen, mischten sich noch Eltern, Rotarier und Repräsentanten der 34 teilnehmenden Firmen. Beim Berufsinformationstag, der auf Initiative des Rotary Clubs Nürtingen-Kirchheim bereits zum fünften Mal stattfand, verschafften sich circa 1000 Schüler und Eltern einen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt.


Auch die Praxis Dr. Klaus Ningel stellte sich vor.



NÜRTINGEN.
Die beiden Rektoren eröffneten die Großveranstaltung. Regine Osswald (Neckarrealschule) stellte heraus, dass dies eine tolle Chance für Schüler und Eltern sei, sich hier kompakt zu informieren und Gedanken über den künftigen Beruf zu machen. Ihr Kollege von der Geschwister-Scholl-Real-Schule, Klaus Wellpott, forderte die Besucher auf, sich hier Eindrücke über die gut 30 angebotenen verschiedenen Berufsbilder zu sammeln. Diese gelte es dann für die spätere Berufswahl zu bündeln.

Jochen Nägele, Präsident des Rotary Clubs Nürtingen-Kirchheim, blickte auch auf seinen eigenen Einstieg ins Berufsleben zurück: „Heute gibt es viel mehr Berufsmöglichkeiten als zu meiner Zeit. Die Wahl des Berufes ist die erste große Entscheidung, die sie selber treffen müssen“, forderte er die Schüler auf. Mit einem Dank an seine beiden Rotarierkollegen, Andreas Fellmann und Karl-Heinz Brauneisen, die gemeinsam mit Dietlinde Musick-Waldmann (GSR) und Heidrun Sänze (NRS) für die Organisation verantwortlich sind, schloss er seinen Vortrag.

Danach hatten die Schüler und Lehrer ausgiebig Gelegenheit, sich an den Ständen der 34 teilnehmenden Firmen Informationen einzuholen. Die anwesenden Unternehmen wurden dabei hauptsächlich durch junge Auszubildende repräsentiert, wodurch eine hervorragende Basis zum Informationsaustausch vorhanden war.

Da die Zahl der Schüler eher rückläufig ist, ist es für die Unternehmen ein wichtiges Ziel, guten Nachwuchs zu finden. Diese Erfahrung hat auch Christopher Haid, Personalreferent der Firma Rampf aus Grafenberg, gemacht: „Wir hatten viele gute Gespräche mit interessierten Schülern“. Das in Grafenberg 200 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen sucht sowohl kaufmännische als auch gewerbliche Auszubildende. „Das Interesse an den kaufmännischen Berufen ist aber deutlich größer als an den gewerblichen“, erkennt Haid einen klaren Trend bei den Realschülern.

Alle Schüler der Klassen 9 bekommen sogenannte Laufzettel, die sie mit Informationen der verschiedenen Firmen ausfüllen müssen. Diese Nachweise werden dann in den Klassen mit den Lehrern ausführlich besprochen. Dietlinde Musick-Waldmann sieht darin auch einen der wichtigsten Lehraufträge der Schule: „Unser Ziel ist es, die Ausbildungsberufe in den Vordergrund zu rücken“. Auch für die Schüler der Klassen 8 ist der Berufsinformationstag eine schulische Pflichtveranstaltung, sodass auch viele Realschüler, die erst 2017 ihre mittlere Reife machen, anwesend waren.

Markus Gaiser (Greiner Bio one) und Bernd Müller (Firma Wohlhaupter) sind an ihrem Stand mit der Frickenhäuser Ausbildungsinitiative von Anfang an dabei. „Das ist für uns ein ganz wichtiger Termin, bei dem wir interessante Kontakte knüpfen“, berichten beide, „wir müssen im gewerblichen Bereich um jeden Azubi werben.“

Ausnahmen scheinen da Annalena Kuhn aus Großbettlingen und ihre Freundin Mona Weidemann aus Wolfschlugen, die gemeinsam die 9. Klasse der Geschwister-Scholl-Realschule besuchen, zu sein. Sie tendieren eher zu einer handwerklichen Tätigkeit. Annalena Kuhn hat Interesse an einer Metallberufs- oder Kfz-Mechaniker-Lehrstelle. „Ich kann mir eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin gut vorstellen“, berichtet Mona Weidmann. Beide betrachten die Berufsinformationsveranstaltung als eine weitere gute Entscheidungshilfe und nicht als Pflichtveranstaltung.

Ausbildungsstellen für Einzelhandelskaufleute, Kaufleute im Groß- und Außenhandel und Fachkräfte für Lagerlogistik bietet die Firma Hagebaumarkt Gebrüder Ott an. „Ich habe einen positiven Eindruck vom Tag gewonnen. Wir hatten viele interessante Gespräche, und vor allem auch viele Eltern stehen voll hinter der Sache“, freut sich Gerd Micko, Assistent der Geschäftsleitung und Ausbildungsbeauftragter des Nürtinger Baustoffhändlers.

Die Realschüler haben sich in Berufspraktiken bereits erste Eindrücke für ihren späteren Berufswunsch gemacht. Der eine oder andere hat auch am Samstag einen Praktikumsplatz gefunden. Der Berufsinformationstag des Rotary Clubs Nürtingen-Kirchheim war wieder für alle Anwesenden eine große Chance, einen weiteren Schritt zum richtigen Ausbildungsberuf und Betrieb zu machen.



 

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