Der Berufsinformationstag an den Nürtinger Realschulen bot Schülern viele neue Einblicke in neue Berufsfelder

 

Der Rotary Club Kirchheim/Teck-Nürtingen und die beiden Nürtinger Realschulen veranstalteten am Samstag einen Berufsinformationstag. 25 Firmen waren vertreten und gaben Schülern und Eltern Informationen über die verschiedensten Berufe.

Die Schüler konnten sich viele Inspirationen bei der Berufsfindung holen. jeb

 

NÜRTINGEN.

Berufe wie Erzieherin, Chemikant, Modeschneider, Fachinformatiker oder Industriemechaniker – 30 verschiedene Tätigkeiten wurden am Samstagvormittag vorgestellt. An Ständen und Informationstischen von 25 verschiedenen Firmen konnten Schüler wie Eltern einen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt erlangen.

„Wir wollen den Schülern eine Hilfestellung geben, um gut in das Berufsleben einzusteigen“, so die beiden Schulleiter der Realschulen, Klaus Wellpott, von der Geschwister-Scholl-Realschule und Regine Osswald, von der Neckarrealschule. Der direkte Kontakt zu den Firmen und Kooperationspartner sei ideal. Dadurch erhoffen sie sich, dass die Schüler einen Anschluss an die Firmen finden und es so vielleicht zu einem Vorgespräch oder einen Praktikumstag kommt. „Es ist wichtig die Schüler zu fördern und ihnen ein breites Spektrum an Berufen zu bieten. Dabei sind die Begegnung und das Interesse das Wichtigste“, so Osswald.

Toll sei auch, dass viele Eltern ihre Kinder an so einem Tag begleiten. Die Rotary Clubs Kirchheim/Teck-Nürtingen und Nürtingen-Kirchheim/Teck veranstalten einen solchen Berufsinformationstag einmal pro Jahr an Schulen in Nürtingen und Kirchheim. Einer der Ziele des Rotary Clubs ist es, die berufliche Entwicklung der Jugend zu unterstützen. „Die Jugend ist unsere Zukunft. Die Verbindung zwischen Betrieben und Schülern zu fördern ist uns sehr wichtig“, so Andreas Fellmann, Berufsdienstbeauftragter des Rotary Clubs Kirchheim/Teck-Nürtingen.

Die Berufsinformationsveranstaltungen sind eine lange Tradition des Rotary Clubs. Dabei werde den Schülern immer ein breites Spektrum an Berufen geboten. „Wir wollen den Schülern eine Chance geben, sich darüber klar zu werden, was sie beruflich erreichen wollen“, so Paul Adams, Präsident des Rotary Clubs Kirchheim-Teck/Nürtingen. Er freut sich, dass die Schulleitung und die Lehrer der beiden Realschulen so mitmachen.

Die Schüler bekommen einen Zettel, den sie mit Informationen der unterschiedlichen Firmen füllen sollen. Diesen müssen sie sich dann von den Firmen quittieren lassen. In den Klassen werden diese nach der Veranstaltung besprochen, lobt Peter Baumgärtner, Berufsdienstbeauftragter des Rotary Clubs Nürtingen-Kirchheim/Teck.

Rudolf Rampf, Präsident des Rotary Clubs Nürtingen-Kirchheim/Teck gibt den Schülern den Tipp, sich ihr Leben in Stufen einzuteilen: „Es ist wichtig, sich sehr intensiv und möglichst frühzeitig mit der Berufswahl zu beschäftigen und sich so früh wie möglich zu entscheiden, was man beruflich erreichen möchte. Am besten ist es, sich sein Leben in Fünf-Jahres-Stufen einzuteilen – Wo möchte ich in fünf Jahren stehen? – und auf dem Weg immer wieder kontrollieren, ob man noch auf der richtigen Route ist. Das ist die Basis für Erfolg im Leben, sei es beruflich oder privat“, appelliert Rampf.

Mathematik sei dabei nicht so wichtig. Man müsse einfach schauen, wofür man eine Neigung entdecke und diese dann in die Tiefe betreiben. Sich immer wieder Ziele zu stecken, sei es materiell oder ideell, sei dabei das Wichtigste. „Natürlich muss man auch mit Spaß an die Sache herangehen. Dabei sollten die Firmen den Schülern ihre Begeisterung für ihre Arbeit vermitteln. Das ist der Funken, der das Feuer entfacht, erzählt Rampf.

Für die Schüler der Klassen 8 und 9 der beiden Realschulen ist die Berufsinformation eine Pflichtveranstaltung. Vor allem im Hinblick auf das Berufsorientierungspraktikum in Klasse 9 sei dies auch schon für die Schüler der 8. Klasse lohnenswert.

 

Der Infotag wird von Schülern wie Lehrern geschätzt

„Im Zuge der Berufsorientierung veranstalten wir einen solchen Infotag mit dem Rotary Club alle zwei Jahre“, sagt Dietlinde Musick-Waldmann, Mitorganisatorin und Lehrerin der Geschwister-Scholl-Realschule. Doch zusätzlich wird im Zuge der Berufsorientierung an den Schulen noch einiges getan. „Wir gehen mit den Schülern ins Berufsinformationszentrum, zur Agentur für Arbeit oder zum Neuffener Berufsparcours, erzählt Heidrun Sänze, Mitorganisatorin und Lehrerin an der Neckarrealschule.

Über die IHK wurde eine Bildungspartnerschaft zwischen IST-Metz und den Realschulen in die Wege geleitet: „An Berufsinformationstagen wie heute sind wir natürlich mit vertreten. Aber wir organisieren auch Betriebsbesichtigungen für die Schüler. Auszubildende von uns kommen direkt in die Schulen und berichten über die Ausbildungsberufe. Dies ist auch vor allem im Hinblick auf das Berufsorientierungspraktikum interessant“, so Melanie Fieß, IST Personalreferentin für Aus- und Weiterbildung.

Dass es ein lohnenswerter Vormittag war, finden alle Organisatoren. Eine große Masse an Interessierten sei gekommen, die Firmen seien zufrieden gewesen und es seien positive Verbindungen hergestellt worden. Der Mensaverein sorgte dafür, dass die Gäste gestärkt wurden.

 

 

 

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